Lange hat es gedauert, aber nun war es so weit. Der bergmännisch geschlossene Bunker mit dem Namen Fuchsbau ist vor einer Woche durch Kräfte des THW und dem Verein Berliner Bunkernetzwerk geöffnet worden.
Der Fuchsbau (12.11.2005)
Mein Freund Bodo hatte mich rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht und ich konnte mich erfolgreich zur Besichtigung gegen Spende (20,- €uro) per E-Mail anmelden. Da auch mein Sohn bei der Luftabwehr gedient hatte, nahm ich ihn kurz entschlossen mit, weil auch er sich für Geheimobjekte interessiert.

Gleich beim ersten Schub, gingen wir mit rein und obwohl seit Tagen mit Kompressor Luft rein gepumpt wurde, waren die Bedingungen nur erträglich.

Ü ber die Einzelheiten kann ich berichten, aber den eigentlichen Überblick holt man sich besser beim Manfred Rassau. http://nva-fuchsbau.privat.t-online.de/fbz001.htm , der hat das sehr schön behandelt. Für mich war es irgendwie sehr wichtig mir das Ganze mal anschauen zu können, weil ich dort nie hätte rein gehen dürfen. Alles, was unser, für uns Verantwortlicher, bei der Führung erzählte, war interessant und doch nicht dem Bauwerk angemessen. Da jeder nur Licht mit seiner eigenen Taschenlampe machen konnte, konnte von einem genialen Einblick nicht die Rede sein.

Jeder fotografierte und blitzte wie verrückt, aber das vorgegebene Zeitfenster von zwei Stunden, war für mich zu klein. Unschwer zu erkennen waren die Wasserschäden, die durch das Einbringen von einem Kalk mit Zement Gemisch an der Einrichtung entstanden sind.
Diese Feuchtigkeit blieb über Jahre erhalten, weil keinerlei Luftaustausch mehr möglich war. Schimmel, Sporen, Pilzkulturen haben Besitz ergriffen und zur Wende haben sich die Amerikaner und die Bundeswehr bedient, oder einfach nur alles rausgeschmissen.

So ist das nun mal, wenn man etwas umsonst bekommt. Als Museum für die Nachwelt, waren die laufenden Unkosten zu hoch. Einfach nur nichts machen, alles drinnen lassen und zuschweißen, das ist niemandem eingefallen. Nun war ich drinnen und bin zu Frieden, weil meine Meinung wieder mal bestätigt wurde, dass die Herrschenden in keiner Hinsicht in der Lage sind und waren, angemessen zu reagieren. Unfähig zur Werterhaltung, wenn es sich um DDR Nachlass handelt.

Jetzt kommt noch das Bestreben zum Verkauf dazu. Es klingt wie aus einem schlechten Film und ist doch die Wirklichkeit. Aber in dieser Hinsicht sind schon viele Industriebetriebe genau so behandelt worden. Keiner verliert ein Wort darüber, es ist wohl normal, - deshalb lasse ich das Thema besser ruhen.




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Mein Bericht, den ich mal für Herrn Rassau geschrieben habe, über meine Armeezeit.
http://nva-fuchsbau.privat.t-online.de/fbz050.htm
*http://nva-fuchsbau.privat.t-online.de/fbz001.htm
Autor: hladam -- 10.1.2008 22:54:34
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