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Bauchschmerzen und Fieber

Vorsicht ist geboten, wenn man etwas älter ist, der Bauch weh tut und Temperatur um 38° einsetzt!

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Ein Schmerz
Wir (na ich natürlich) achten auf unseren Körper erst wenn wir Schmerzen empfinden, anstatt vor zu beugen. Zu klein fürs Eigengewicht machte ich mir erst Sorgen als heftige Bauchschmerzen nicht mehr nachließen und Fieber auftrat. Ein Problem, das ohne ärztliche Hilfe nicht lösbar wurde. Ein Tag Quälerei und ein halber Tag im Bett hatten nicht geholfen. Meine Hausärztin schickte mich sofort ins Krankenhaus über die Notaufnahme. Mein Sohn fuhr mich hin.

        

Dort begann das übliche Prozedere und ich tat unbewusst das Richtige in dem ich die Krankenliege als Fortbewegungsmittel wählte, denn zwischen Untersuchungen und letzter ärztlicher Entscheidung vergingen mehr als 3 Stunden, die ich bequem im Liegen absolvierte. Man kam auch nicht an mir vorbei, denn ich belegte immerhin eine fahrbare Liege der Notaufnahme. Man entdeckte meinen 3 cm großen Gallenstein, aber sonst keine Besonderheiten. Mein so genannter "schlafender Stein" ist ein mir alter Bekannter, den scheinbar Niemand entfernen möchte, so lange er keinen Ärger verursacht. Station 14 Zimmer 11 Bett am Fenster, später kam noch ein älterer Herr dazu i 3 Bettzimmer.

    

Die Station war etwas modernisiert, hatte aber noch die Merkmale aus der DDR-Zeit. Mit etwas modernisiert meine ich die sicher umfangreich durchgeführten Veränderungen bei den Armaturen im WC angefangen, der millionenschweren Technik und die vielen kleinen Dinge ohne die heute kein Krankenhaus mehr auskommt. Im Begrüßungsheft der Einrichtung steht, dass mit Fertigstellung des Neubaus, dieses Bettenhaus abgerissen wird, einer Parkanlage weichen muss.

      

Die Computertomographie vom Bauch brachte das Ergebnis. Leider verbot die Schwester Bilder zu machen, deshalb hier Vergleichsbilder.  Ein gewaltig großes  Gerät von Toshiba.

                tablettenKll

      . . . sehr praktisch, kurz und schmerzlos . . .

   

. . . . später über PC abrufbar . . . 

So wurde festgestellt, dass ich im Sigma-Bereich mehre geplatzte Stellen habe. Eine Doktorin erklärte mir die nächsten Schritte, die sich ihrer Meinung nach daraus zwingend ergeben. Eine Operation ist nötig, wenn nach einer Woche ohne feste Nahrung die Haut, die sich schon gebildet hat, als nicht tragfähig bei einer erneuten Computertomographie eingeschätzt wird. Dann wird der betroffene Teil vom Darm entfernt.

       

          . . . . keine schönen Aussichten . . .

Ernährung über eine extra große Kanüle in Herznähe mit besonderem Extrakt ins Blut. Eigentlich würde die OP sofort gemacht, aber auch nur die geringste Aussicht auf Erfolg ist besser als die zu erwartende starke Herzbelastung durch die OP.
   Ein erneutes Gespräch mit der Ärztin ergab, dass die große Kanüle zur Grundernährung über den Blutkreislauf unbedingt nötig währe, weil die OP nicht auszuschließen ist und dann bin ich durch den Gewichtsverlust zu sehr geschwächt. Diese drohenden Komplikationen wolle man mindern. Na prima, - nichts erreicht. Meine Bedenken wachsen, am liebsten möchte ich hier raus, mir schwante ein schlimmes Ergebnis, weil ich hier schon vor 10 Jahren nach einer OP am Knie eine schwere Thrombose im rechen unterem Bein zurück behielt. Das wurde als Behinderung durch Unfall bewertet und Teilberentet. Dieses Mal ist die Sache noch ernster, denn ohne ärztliche Hilfe, den vielen Infusionen, Antibiotika und schmerzstillende Mittel, wäre mein Zustand noch schlimmer, vielleicht sogar lebensbedrohlich. Die Kanüle muss rein, sobald mein Blut-Quikwert über 40 ist. Nun bin ich 2 1/2 Tage hier, ohne Essen, das mir ganz offensichtlich nicht fehlt.

       

Ich vermeide die Küchendüfte, hatte bisher überhaupt keinen Appetit, nur abends ein leicht zu unterdrückendes Hungergefühl. 
    Der Qickwert war schon 70 von der Blutprobe am Sonnabend früh, da wurde mir nach 16ooh die große Kanüle eingebaut, durch die ich dann mit einem Konzentrat ernährt wurde. Die Nacht fast gar nicht geschlafen, weil die örtliche Betäubung weg war und ohne Unterbrechung Infusionen liefen. Der Sonntagvormittag versuchte ich etwas Schlaf nach zu holen. Mittags kamen Sita und Tilman, etwas später meine Frau mit dem Sohn. Ich ließ das ganze Zeugs von mir trennen und wir gingen einen Kaffee trinken, ich natürlich ohne Kaffee. Der Abend war geprägt von Kopfschmerzen, extremer Widerwillen gegen das Extrakt, dieser weiße Brei, der einen schlechten Geschmack im Mund erzeugte. Das weiße Zeug wurde zunächst mal abgestellt und die Kopfschmerzen wurden durch ein par Tropfen verdrängt. Meinem Drängen das weiße Zeug weg zu lassen wurde nicht entsprochen. Der Montag war geprägt von dem guten erquicklichen Schlaf. Es ist gegen 04ooh, das dicke, flache Paket Brei ist leer, das mir der herbeigerufene Pfleger entfernt. Morgentoilette ist auch schnell erledigt. Die Wage zeigte 120,8 kg und ich währe sehr erfreut, wenn das stimmt. Ein Blick in den Spiegel warnt mich vor zu hoher Euphorie. Der Kuckuck rief schon fleißig und die Dichte des Vogelgesangs wechselte von lautstark bis leise. Dann ist die Autobahn in einiger Entfernung deutlich zu hören. Das Brötchen, welches ich mir vom gestrigen Frühstück von der Schwester erbeten hatte, war schön hart und trocken, so dass ich es mit dem Festklemmholz vom Fenster mühelos zerbröseln konnte. Auf dem am Fenster angeschlossenem, kurzem Vordach wird das wieder für Hochbetrieb am Vormittag sorgen. Mehrere Spechte, eine Menge halbstarker Spatzen stürzen sich auf die Krumen, allerdings erst wenn der Erpel sich in genügend Abstand sich befindet.

      

 Der Erpel lässt sich Zeit und stolziert fast eine Stunde vor meinem Fenster herum. Später gegen 07ooh kommen noch drei Enten, die aber kaum noch etwas Lohnendes vorfinden und ihren Unmut quakend bekunden.
    Die Visite ergibt, dass ich Mittwoch noch mal mit der Computertomographie untersucht werde. Inzwischen habe ich einen neuen Zimmergenossen bekommen mit Blinddarmentzündung, der ist interessanter Weise der Enkel von einem ehemaligen Arbeitskollegen aus der Zeit im VEB Landbau Betonwerk Erkner. Das liegt 30 Jahre zurück, weshalb ich auch nicht sehr überrascht bin, dass er mich zwar begrüßt, aber offensichtlich nicht erkennt, oder erkennen will. Ich sah Fernsehen und kümmerte mich nicht um die Gespräche mit seinem 70 jährigen Opa und Oma. Sein Äußeres hat sich sehr verändert, genau wie bei mir. 

     Gedanken    meinschreibzeug

   . . . . wann hat man schon soviel Zeit zum Schreiben und  Nachdenken ?

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     Am Dienstag zur Visite am Morgen plagte mich zu allem Überfluss noch mein linker großer Zeh, also die Gicht. Ein flüssiger Extrakt aus der Blume der Herbstzeitlosen beseitigte das Übel. Das Teetrinken ödete mich langsam an, weshalb ich mir mal einen Kaffee mit Milch vom Automaten gönnte. Nach wenigen Schlucken bedauerte ich das schon wieder und ließ ihn stehen.
   Schon eigenartig, wie viele Gedanken durch den Kopf gehen, wenn man aus dem laufenden Prozess des Lebens heraus gerissen wird. Es sind natürlich Dinge, die man hätte vorher regeln müssen. Nicht auszudenken wenn ich mal völlig ausfallen würde. Aber eigentlich kann es mir dann ja egal sein und außerdem sind die wichtigsten Dinge geregelt und beim Notar hinterlegt.
     Diese Gedanken kommen und gehen. Am Mittwoch nach der CT-Untersuchung kam die Diensthabende Ärztin mit dem Ergebnis, dass ich nicht operiert werden muss. Alles sieht schon wieder gut aus, so dass ich Anfang nächster Woche, wenn alles weiterhin gut verläuft, nach Hause kann. Antibiotika werden abgesetzt und behutsame Nahrungsaufnahme kann beginnen. Zwei winzige Näpfchen mit Mohrrübensuppe, wobei die Mohrrüben noch püriert waren, war das Abendbrot. Die Entenschar und Spechte bekamen die Krumen von 6 Scheiben Schwarzbrot und 2 Scheiben Toastbrot.

       

 Dadurch erhöhten sich Start und Landungen von meinen gefiederten Freunden um ein Vielfaches auf dem Vordach vor meinem Fenster bis in die späten Abendstunden und gleich morgens ab 04ooh war schon reges Treiben.

      

    . . . manchmal war das Dach so heiss, dass sich die Enten auf den Bauch legten beim Fressen . . .

*

Meine Freude war groß beim Blick auf die elektronische Wage auf dem Korridor, denn sie zeigte 118,2 kg. Somit 6 kg leichter, es wird hoffentlich noch mehr, dachte ich bei mir. Der Kuckuck ruft, die Spechte geben Laute von sich, die schwer zu beschreiben sind. Die Erpel kommen einzeln und schnattern hin und wieder, mal laut, mal leise. Es geht zu wie auf einem Flugzeugträger vor meinem Fenster. Schade dass ich sie nicht zu mir nach Hause locken kann. 

             

     Am Donnerstag zum Frühstück etwas Spargelcremesuppe mit einer Scheibe Toastbrot hat gemundet. Vormittag bin ich dann etwas näher an die Baustelle gegangen. Im Model ist zu erkennen, dass es einige Millionen kosten wird. Wozu das gut sein wird, ist schwer einzusehen, denn ich kenne die Ausmaße, des Aus- und Umbau vom Krankenhaus Bad Saarow. Kein Wunder wenn der Staat überschuldet wird. Bei meiner Vormittagsexkursion ging ich die hintere gesperrte Freitreppe rauf, in der vergeblichen Hoffnung mir ein Bild von ganz oben machen zu können. Unterm Dach wird operiert und eine Etage tiefer hätte ich nicht unentdeckt den Flur überqueren können um von einem Zimmer aus den Umfang des Neubaus zu sehen. Die Metallfenster ließen sich nicht mehr öffnen, das Geländer wackelte bedenklich, es war alles noch im Original-DDR-Zustand. Natürlich unter sachkundigen Händen und nach Austausch der Rohrleitungssysteme, Umbauten nach heutigen Standards, hätte man einige Millionen einsparen können, davon bin ich zu triefst überzeugt. Dass das Personal ein leichteres Arbeiten, Arbeitsabläufe vereinfacht werden, schneller Hilfe geleistet werden kann, will ich nicht bestreiten. Dafür ist z.B. Bad Saarow schon umgebaut und hat dem Land einen 3 stelligen Millionenbetrag gekostet. Auch das Argument, dass es ja von privater Hand errichtet wurde zieht nicht, denn der Private hätte es nie errichtet ohne die Fördersumme. Somit ist der Steuerzahler dran und bald wird noch mehr Geld gefordert für unsere Gesundheit, was ja so gesehen ziemlich krank ist. Meine Frau besuchte mich mit den beiden Hunden am späten Nachmittag und abends kam Rudi noch zu Besuch, das Abendbrot war schon Vollkost gewesen.

            neubaustelle

 

    

 Habe Rudi die Entenbande vorgeführt, die mich auch noch nötigte die letzen Brotkrumen raus zu rücken.
     Der Freitag sonnig wie die Tage vorher. Die Wage zeigte 119,2 kg. In den frühen Nachrichten sagt Gregor Gysi einem par Worte zu den Stasi-Vorwürfen. Die Aktion gegen Die Linke, gegen Gysi wird immer aufdringlicher und ich lasse mir meinen Gregor nicht "beschädigen". Ich wünsche ihm die nötige Nervenstärke und den Sieg. In einem von Grund auf verlogenen, bespitzelnden Staat zu leben ist belastend. Nun aber feststellen zu müssen, dass der anklagende Ausschuss des Bundestages, bei eben genau diesen gleichen Bedingungen des Schnüffelns in der heutigen Zeit, den Stab brechen zu wollen über einen Anwalt aus der DDR-Zeit, finde ich genau so unerträglich, wie dass verlogene Jammern, der Stasi-Opfer, die durch Gregor nicht zu Schaden kamen. Es gehört schon eine ziemliche Unverfrorenheit dazu aus den Stasiunterlagen heute wahrheitsgemäße Erkenntnisse ziehen zu wollen und alles andere der DDR-Politik als Lug und Trug darzustellen. Wer sagt mir eigentlich, ob an dieser Stelle nicht ein phantasievoller, ehrgeiziger Mitarbeiter der Stasi tätig war? Der sich durch "Schönschreiben und Zusammenreimen" bei seinen Vorgesetzten Punkte sammeln wollte? Die Tatsache, dass nur zwei Personen im Auto, wo ein Gespräch war, gesessen haben, ist kein Beweis, wegen der vielen Augenzeugen.

    

     Quelle: Berliner Kurier und SuperIllu

   

Ob frei erfunden oder exakt berichtet ist eine Frage, die mich nicht aufregt, weil es hier nur um Schmutzwerfen geht. 20 Jahre nach der Wende wird wieder mal mit Dreck geschmissen, ein Stück bedrucktes Papier soll ausreichen, einen gut situierten, unglaublich beliebten Politiker, Rechtsanwalt, Party-Löwe und gefragter Talk-Show-Gast zu demontieren. Eigentlich geht es nur um die Linke, die soll mit allen Mitteln Mundtot und unglaubwürdig gemacht werden und das ausgerechnet durch eine Politikerbande, die nur lügt und betrügt. Immer nach der Göbbels-Methode, die besagt, dass je mehr Dreck man wirft, schon ein bisschen haften bleibt.
    Am Freitag hatten sich die meisten Schmierblätter schon wieder beruhigt. Der Telekomskandal, das jahrelange Bespitzeln des Betriebsrates war der neue Aufmacher. Der Betrieb beaufsichtigt die Aufsicht, anstatt die Aufsicht den Betrieb, - verkehrte Welt? Nein, - ganz normaler Kapitalismus.

     

 Quelle: MOZ

   Widerstand ist angesagt, - aber Diktatur gab es doch nur in der DDR ? ? ?

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      Zum Mittag gab es Schweinebraten, somit war ich wieder in der Vollkosternährung drin. Anschließend gelang es mir, über eine Ärztin, die Bilder vom ersten und zweiten CT an zu schauen. Ich sah meinen 3cm Gallenstein, den geschädigten Darm, sowie die gleiche Stelle nach 5 Tagen künstlicher Ernährung. Dann bekam ich Besuch von Ludmilla, Abendbrot und der Tag war rum.
     Der Sonnabend bestätigte bei der Visite, dass ich eventuell am Sonntag entlassen werde, wenn das Blutbild günstig ist. Gegen 11ooh zog die Schwester den zentralvenösen Katheder, mit dem ich 5 Tage ernährt wurde. Die Entlassung am Sonntag vor Augen kaufte ich etwas Süßes für die Schwestern. Mit den Worten:" ... werde morgen entlassen und möchte mich noch schnell ein bisschen einschleimen ...", übergab ich es, denn Alle hatten sich redliche Mühe mit mir gegeben. Dann machte ich meinen, mich täglich auf dem Dach vor meinem Fenster, besuchenden Enten zum Abschiedsgeschenk. Alle Brotscheiben und Brötchen schön klein zerbröselt, alles auf einmal raus. Damit sie sich nicht die Füße verbrennen erst mal jede Menge Wasser auf dem Pappdach verteilt. Das muntere Treiben vor meinem Fenster fiel auf und man bewunderte meine Geduld. Das war aber kein Kunststück, denn Zeit hatte ich zu Genüge. Wenn das hier nun jeder so machen würde, dann gäbe es sicher auch wieder Gründe für ein Verbot. Im TV hat Oliver Pocher eine Million für gemeinnützige Zwecke gewonnen, dann waren noch ein par Anrufe, dann noch TV glotzen und der Tag war rum.

       Sonntag, Sonne 119,3 kg, Entlassung, Verdauung funktioniert. Noch mal knapp an einer OP vorbeigeschrammt.

 -   FINE  -  ENDE  -  Konjetz  -

(Na ja, - dumm hat immer Glück !  ;-)   )

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Noch ein par Bilder von der Baustelle.

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            . . . wer die Lüftungskanäle so lagert

       braucht natürlich eine Baureinigung, - Geld hamma jenuch . . . ;-)

       

      

      

        neubaustelle

       . . . . wenns fertig ist, dann ist es vorbei mit diesem morbiden Charme !

    

    Bau1Kl  

Autor: hladam -- 7.6.2008 21:11:16

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