Die Einschläge kommen näher.
Unappetitliche, unendliche, Geschichte
Mittwoch den 29.03.06 beim Wasserlassen eine blutrote Farbe gesehen und das wahrscheinlich schon seit dem Vortag, nur viel eindeutiger. Ein bedrohliches Zeichen, unheimlich dazu. Der Arztbesuch am Montag brachte einen viel zu niedrigen Quickwert (Blutgerinnungswert oder Blutverdünnungswert) zu Tage. Die Empfehlung bis Mittwoch keine Tablette und dann erneut messen, hatte ich befolgt. Abgeschlafft, aber ohne körperlichen Schmerzen, hatte ich nun den Kopf voller Gedanken. Abends war ich dann der Meinung, dass es schlimmer nicht mehr werden und dass ich das Problem nicht mehr ignorieren kann. Eine Einkaufliste war noch zu erledigen. Nach dem Discounter fuhr ich zum Hausarzt nach Hause, welcher mich beruhigte. Auf jeden Fall zum Krankenhaus, Notaufnahme, Vitamin K spritzen lassen, dann Überprüfung des Wertes und kann gleich wieder nach Hause. Es wurde dunkel, der Zeitpunkt rückte heran, an dem meine Frau von der Spätschicht, mit dem Vorortzug kommen würde.
Der Sachverhalt ist schnell erklärt und eine Stunde später melde ich mich in der Notaufnahme. Die Probe löst Hecktisches Treiben aus. Eine weitere Stunde später liege ich im Krankenbett. Ein Katheder befand sich nun an meinem besten Stück und in der Nacht wurden laufend 3 Literbeutel zum Spühlen gewechselt. Morgens Besuch von einem Urologie-Arzt, der mir versicherte, dass eine Blasenspieglung nötig wird. Weiterhin wurde noch ein CT gemacht und nach 3 Tagen begann meine Niere, die ausgefallen war, wieder voll zu arbeiten. Kamillentee trinken ohne Ende, bei genauer Erfassung der Mengen die rein und raus gehen. Der Katheder wurde Gott sei dank bei der Blasenspiegelung entfernt. Nun kein Alkohol mehr trinken, dann kann nichts mehr schief gehen.


Nachtgedanken Gedanken in der Nacht
Habe in den letzten Wochen, Monaten, immer häufiger ärztliche Hilfe in Anspruch genommen und Krankenhäuser als Patient kennen gelernt. Alles unfreiwillig und immer im Bewusstsein, dass ich ein Objekt darstelle, wo man alle passenden, nötigen und möglichen Untersuchungen durchführen und abrechnen kann. Die eigene Einflussnahme fast Null. Die vielen, vielen Blutuntersuchungen, zeichnen sich wie ein buntes Tarnnetz auf den Armen ab. Ohne Zweifel ist eine Untersuchung mehr besser, als eine zu wenig.




Autor: hladam -- 15.6.2006 6:20:53
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