Die kalte Jahreszeit
Obwohl es Ausnahmen gibt, behaupte ich, dass der Winter, um so härter er ausfällt, Liebesbeziehungen fester zusammenschmiedet. Besonders ein Ofen, der noch richtig schmaucht, wenn man die Feuerklappe öffnet, wo es knistert und knackt, wenn das Holz brennt und mollige Wärme abgibt, ist der beste Helfer in Liebesdingen. Dem Jenigen, der die Stube heizt, fliegt doch automatisch alle Sympathie zu. Deshalb behaupte ich, ist Holz der ideale nachwachsende Rohstoff für die Herzensangelegenheiten und den Ofen. Immerhin heizt Holz mindestens 5 Mal. Beim Fällen, beim Transport, beim Zerkleinern, beim Stapeln, beim Heizen und wenn die Bude richtig, bullig warm ist, dann steigt die Stimmung. Einen anständigen Grog im Glas, Hunde und Katzen liegen einträchtig bei einander, ist man schnell mit der ganzen Welt versöhnt.
Aus der Glotze erfahren wir, wo und wie Unwetter wüten. Stürme, Hochwasser, sogar Börsencrash nehmen wir nur am Rande wahr, wenn das Lieblingsgericht auf den Tisch kommt. Das ist der gleiche Moment, wo in der Nachbarschaft die Hände gefaltet werden und anschließend man sich an den Händen haltend, einen guten Appetit wünscht.
Es hat sich gelohnt, die Quälerei mit dem Holz, können wir wieder Ende Januar bei der Gas-Jahresabrechnung feststellen. Obwohl wieder mal der Preis erhöht wurde, gibt es eine saftige Rückzahlung. Diese wird gleich wieder für ein besonderes Exponat für die exklusive Sammlung unserer besseren, schöneren Ehehälfte eingesetzt. Schade, - wieder kein toller Fotoapparat in Aussicht. Perspektivisch kann auch eher Schmuck, als besonderes Schmankerl in Frage kommen und in einem Jahr gibt es so wie so schon wieder viel bessere, raffiniertere Kameras, PCs, sowie Zusatzgeräte. Im Einklang mit der Welt, im häuslichen Frieden, überschreiten wir die nächste Schwelle zum Pensionärsdasein. Das wiederum ist die Zeit, wo wir wegen der mageren Rente auf viele Dinge verzichten werden, allerdings bleibt die Stube, der Tee warm und die Buddel Rum, hergestellt in Kuba, ladet zur ausgiebigen Pause ein. Diese Rast benötigen wir, um gesagt zu bekommen, was heute und demnächst unbedingt noch zu erledigen ist. Bloß gut, dass wir den Fotoapparat nicht gekauft haben, denn zum Fotografieren haben wir ohnehin keine Zeit. Das Ding würde nutzlos herumliegen und auf den Moment warten, bis wir eines Tages ein Stück auf der chinesischen Mauer entlang laufen. Der chinesische Freund hat schon wieder eingeladen, aber ohne Kamera wäre es schade, hinzufliegen.
Nun soll das ja hier kein Rumgeweine werden, sondern Gedanken zum Winter. Diese Gedanken kamen mir im defekten Zug der Regionalbahn, weil die Heizung wieder mal ungenügend war. Diese häufige Unpünktlichkeit nervt, zumal die Preise für die Fahrkarten bald wieder erhöht werden, aber das kommt, wie es kommen muss.
Der Winter wird weichen und die Tage werden länger, alles wird wieder grün. Die nächsten Bäume sind schon ausgesucht, die Kettensäge überholt. Bevor der Frühling einsetzt, muss es erledigt sein, um den Lebewesen in der Natur nicht zu schaden.







sicher kommen noch schönere Tage !


die ganze Liebesgeschichte von Valja und mir auf einem Bild




Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.
Umgekehrt bedeutet das, Bewegung ist das normale Alltagsleben. Bewegungsunfähigkeit ist Arbeitslosigkeit, kann auch mal krankheitsbedingt sein. Gehen wir mal lieber von der Bewegung aus. Für Leute mit Zeit ist das Fahrrad ein unübertrefflicher Spaß. Wurde bisher auch drei Mal von Arbeitslosigkeit getroffen und fand stehts ohne Hilfe des AA einen neuen Job. Um die Fahrkosten gering zu halten, stellte ich einfach ein Fahrrad an strategisch günstigen Punkten, am Bahnhof und in der Stadt ab. Somit konnte ich in einem großen Radius unabhängig vom PKW, den Öffentlichen, beradeln. Keine Parkplatzsuche, kein Stau, kein Stress, - aber eine schöne Perspektive auf die Menschen und das Straßenbild. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unangepasste Kleidung. Der gute Eindruck von Berlin wurde nur etwas getrübt von den, manchmal blind erscheinenden Autofahrern. Da ich oft selber auch ein Autofahrer bin, sind für mich bestimmte Verkehrssituationen durchaus vorhersehbar, Gefahr vermeidbar. Hin und wieder wurden die Fahrräder beschädigt und das hatte dann zu Folge, dass ich sie auswechseln musste. Hört sich seltsam an, ist aber ganz einfach zu erklären. Bei den Schrottsammelaktionen (im Laufe der Jahre) in meinem Dorf konnte ich mühelos ein halbes Dutzend Klappräder (natürlich mit Wissen der Besitzer) an Land ziehen. In meinen besten Zeiten stand an mehreren Bahnhöfen in Berlin, ein Radel bereit. Das bedeutete, dass ich immer in meiner Tasche eine Luftpumpe, einige Sätze Ventile, Reserveschlauch, etwas Werkzeug, die Beleuchtung und Rödeldraht haben musste.
Sicher könnt ihr mein ganz privates Vergnügen nicht ganz nachvollziehen, aber meine Ideen, bei politischen Themen, sind ja auch nicht immer euer Geschmack. Ob der Aufwand, den ich da bis zur Pensionierung betrieben habe, sich geloht hat?
Natürlich hatte ich Spaß dabei, denn die Unabhängigkeit eines Rades ist enorm. Auch wenn mal ein Totalverlust eingetreten wäre, - außer dem Zeitverzug, gäbe es keinen nennenswerten Schaden gegeben.
Nun ist diese Zeit vorbei und ich habe hin und wieder mal ein zusammengeklapptes Rad im Kofferraum.






Der bettelarme Kapitalismus
Die Überschrift ist natürlich sarkastisch gemeint, denn natürlich macht er uns (einen großen Teil von uns zumindest) zum Bettler. Obwohl von Zeit zu Zeit die Blasen (von Spekulanten im feinsten Zwirn verursacht, von den Regierungen behütet und nach Kräften mit Steuergeldern vor dem Untergang bewahrt) platzen, ist keine nennenswerte Schwächung der Gesellschaftsordnung (dem Kapitalismus) zu spüren.
Seine Wirkungsweise wurde bisher durch mangelndem Absatz nur wenig beeinträchtigt, deshalb geht alles nicht gerührt, nur leicht geschüttelt weiter. Wahren herstellen, Rohstoffe erschließen, zum Verkaufen, dann wieder Aufkaufen zum Verkaufen, kennzeichnet das ewige Einerlei der Wirtschaft. Mit dem Handel mit Billigprodukten (z.B. aus China und Fernost) der verschiedensten Lebensbereiche verschwinden viele Arbeitsplätze im eigenen Land. Da wir uns nicht, wie die Piraten vor Afrika, selber bedienen können, muss eine andere Reglung her. Der weltweite freie Handel, ohne jeglichen Schutz für die ortsansässigen Hersteller, müsste eigentlich durch die eindeutig rasant steigende Arbeitslosigkeit, irgendwann mal zu Problemen beim Absatz führen.
Wenn ich derlei Plattheiten vom Stapel lasse, erspare ich euch nicht, darauf hinzuweisen, dass es nicht so laufen muss. Es liegt an uns selber, wie sich die Atmosphäre in dieser Gesellschaftsordnung weiter entwickelt. Wichtig ist das Erkennen, was sich ändern sollte. Da hilft kein Gebet und auch keine Ansprache des Herrn Bundespräsidenten, da muss man sich selber helfen, - besser noch gemeinsam handeln und zeigen, dass es nun endlich reicht. Sogar Die Linke gibt sich immer mehr SPD'mäßig, sodass ich bei der nächsten Wahl mein Kreuzchen dort nur noch mit leichten Bauchweh machen werde. Die echten Linken Parteien sind ja hoffnungslos zerstritten, da lasse ich die Finger von, genau wie von den rechten Rattenfängern. Aber am Allerwichtigsten erachte ich, mal zu überlegen, woran das liegt, dass es so ist, oder wie es genau so kommen konnte.
Wer in einem überfüllten Zug einen Reisenden bittet, den mit Reisegepäck belegten Nachbarsitz frei zu machen, kann durchaus mit einer patzigen Antwort rechnen. Wer diese freundlich kommentiert (und sich entschuldigt, weil der Platzverwerter, sicher im Besitz von zwei Fahrkarten sein könnte), darf darauf hoffen, dass der Platz dann doch freiwillig, mit einem verbindlichen Lächeln frei gemacht wird, weil auch durch meine Worte ein Denkprozess ausgelöst wurde (funktioniert natürlich nur bei einem Menschen mit normal entwickeltem Gehirn). Das Wechselspiel von Einsicht, Logik und Nachsicht, kann vieles in Bewegung setzen. In der heutigen Ellbogenzeit kann dir das aber auch glatt als Schwäche ausgelegt werden.
Stehen wir doch mal gemeinsam auf dem Bahnhof und vernehmen die stereotype, freundliche Stimme aus dem Lautsprecher, die uns mitteilt, dass, wegen Störungen im Betriebsablauf, der Zug verspätet eintreffen wird, dann kann man reihum in ernste Gesichter schauen. Wird bei der nächsten Ansage die Verspätung mit 15 Minuten (na mindestens) angegeben, dann ertönt Gelächter und ein unwilliges Raunen. Nicht nur, dass der Weg zum Bahnhof, der Parkplatz, die Treppe zum Bahnsteig, nicht vom Schnee geräumt wurde, - jetzt noch verspätet auf Arbeit erscheinen, das ist kein guter Start in die neue Arbeitswoche.
Warum wohl wurden die meisten Werkstätten der S-Bahn geschlossen, Maschinen verschrottet und die Beschäftigten mit Abfindungen, Vorruhestandsreglungen uam. weggeschickt? Natürlich geschah das nach Plan, den eine externe Managertruppe, in Vorbereitung des Börsengangs der Bahn, sich ausgedacht hatte. Nun haben wir Sicherheitsmängel an den Zügen ohne Ende und daraus ergeben sich Verspätungen, Ausfälle, Chaos. Warum greift man sich diese Manager-Blindpesen nicht und sperrt sie ein? Fragen über Fragen, aber keine Antworten, - nur das übliche Gesülze. Ja wir Ossis müssen in der Tat immer noch sehr viel lernen, - .... aber warum eigentlich? Sicher sind die Mängel in wenigen Jahren behoben, mit neuer Technik, neuem Fachpersonal, dass dann sicher wieder eingespart werden kann. Diese Weiterentwicklung dürfen dann wieder die Bahnkunden mitbezahlen, Steuergelder werden sicher auch dringend gebraucht. Preisschraube
Man wird gedanklich zurück versetzt in sozialistische Zeiten und stellt fest, dass im goldenen Westen auch nur mit Wasser gekocht wird. Eines aber hat sich geändert. Der Preis der Fahrkarte, die Mieten, Steuern uam. ist um ein Vielfaches gestiegen. Kopfschütteln stellen wir fest, dass wir das im Osten, auch so hätten machen können. Über die Krokodilstränen und Kommentare im RIAS, über die armen geknechteten, unterdrückten Brüder und Schwestern in der sowjetischen Besatzungszone hätten wir uns nicht gewundert, denn sie wären Balsam für die gesamtdeutsche Seele gewesen. Somit ist es derselbe Fakt, aber immer noch lange nicht das Gleiche. Eine Ansichtssache, kein Politikum.
Wie schön hätte die Welt sein können, wenn man nach der Wende, die zweifellos guten Dinge, wie Waren, Maschinen und Anlagen aus westlicher Produktion, zum weiteren Aufbau des Landes hätte nutzen können. Häme und Spott folgen auf diese Worte, - ..... ich weis, dass es nicht geht, genau so, wie eine Frau auch nicht nur ein bisschen schwanger sein kann. Entweder enteignen, oder sich selber unterwerfen. Mit Stolz untergehen ist die denkbar unreellste Sache.
Mit dem Wegfall des sozialistischen Lagers wurde das Klima für alle Bürger rauer. Nach der allgemeinen Freude, nach der bedingungslosen Grenzöffnung, folgt nun der Katzenjammer. War doch der westliche Teil ein gehegtes und gepflegtes Schaufenster für den bolschewistisch unterjochten Osten. Sogar die Rüstungslobbyisten konnten auf immer genügend Gefahren aus dem wilden Osten hinweisen, gegen die man nachrüsten musste. Besonderheiten, die auf Verständnis stießen. Zum Beispiel, die Berliner hatten ihren Berin-Zuschlag, Firmen besondere Konditionen, Wehrpflicht zählte nicht, weil West-Berlin eine besondere politische Einheit war.
Mit dieser Extratour ist nun schon lange Schluss. Massenarbeitslosigkeit führte zu Lohndumping, weil eindeutig die Ossis den Lohn versauen. Die fahren unendliche Kilometer zur Arbeitsstelle und wenn es ein Überangebot von Arbeitskräften gibt, dann wird die Arbeitskraft logischer Weise immer billiger. Zeitarbeitsfirmen gibt es nun schon wie Sand am Meer, Zuschüsse für die Unternehmer bei Einstellung vom AA und wenn schon Neueinstellung, dann nur auf Zeit.
Befragt man die allgemein zugängliche Datenbank vom AA, dann kann man fast nur noch Arbeitsstellen über Zeitarbeitsfirmen erhalten. Diese wiederum verlangen ein Papierchen vom AA, damit sie sich für die Einstellung neben den Beihilfen, noch die 2ooo Euro vom Vermittlungsschein erhalten.
Ein natürlicher Prozess, der sich dann mit den angereisten Arbeitskräften aus Polen, Ungarn, usw. noch verschärft.
Obwohl noch nicht mal diese simplen Dinge von den Deutschen erkannt werden, hält sich die Meinung, dass wir ein reiches Land sind.
Weder die Massen, die Hartz4 beziehen, noch dir fortschreitende Armut bei Kindern, scheint ein ernsthaftes Thema für regierende Volksparteien zu sein. Eine Ellenbogen-Gesellschaft, wo es Pflicht zu sein scheint, über seine Engpässe zu schweigen, - denn wer es nicht mehr schafft, der wird nicht akzeptiert. Rein optisch macht es schon was her, wenn der Parkplatz vor einem AA mit Autos neuster Produktion überfüllt ist. Irgendwie bin ich mir aber sicher, dass es so nicht ewig weiter gehen kann.
Vor dem gespenstischen Hintergrund der totalen Pleite sollte es möglich sein, ähnlich wie bei Naturkatastrophen, zusammenzuhalten. Nicht das Auto zählt, sondern wenn der Nachbar selbstlos hilft, mit der Gewissheit, dass man sich auch um ihn kümmern würde, wenn Not am Mann ist. Schön ist es im Fernsehen anzusehen, wenn bei Vera die ganze Nachbarschaft bei in Not geratenen Häuslebauern hilft und zum Schluss die Augenbinde abgenommen werden kann. Alles schick, alles neu und so prima zweckmäßig, dass man sowas auch mal erleben möchte. Aber das passiert nicht, eher werden wir das Häuschen los, weil wir durch Arbeitslosigkeit den Kredit von der Bank nicht mehr bedienen können. Dann wird versteigert und als Schnäppchen ist der Traum ausgeräumt und wegen dem geringen Erlös bleiben noch Restschulden, die nicht selten in die private Insolvenz führen.
Schnee, Hochwasser und Brand sind Schicksalsschläge, wo wir wieder zu uns selber finden. Um nichts anderes handelt es sich (angeblich) bei der Arbeitslosigkeit. Hier spielen aber die gewählten Volksvertreter Schicksal, in dem sie Gewinne privatisieren und Verluste verstaatlichen, - allerdings nur bei größeren Konzernen.
Das kann eigentlich nicht den Interessen des Volkes entsprechen. Weil dieser Prozess weder ernsthaft aufgehalten, noch verhindert wird, sich aber nachteilig für uns alle auswirkt, lehne ich es ab über derartige Demokratie und Freiheit mitzufaseln. Reich darf sich die Gesellschaft nennen, die Arbeits- und Lebensbedingungen so gestalten kann, dass jeder Bürger, der leistungswillig ist, in Würde leben kann.
Sozialschmarotzer, diesen Begriff kenne ich erst seit der Wende. Sicher kann man sie mit dem damals gebräuchlichen Begriff Assi nicht mehr vergleichen, weil sich am Volksvermögen auch betrügerische Firmen (welche Firma nimmt nicht Vergünstigungen gerne mit?) gütlich tun.
Sicher gibt es zu meinen Worten nun wieder unwillige Reaktionen und ich frage mich manchmal selber, warum ich euch das immer wieder antue, - aber besser diese Fakten immer wieder angehen, als das Schreckgespenst des ersten sozialistischen Staates auf deutschen Boden weiter in den Medien unkommentiert rumspuken lassen.
Auch für mich war die DDR oft ein Tollhaus und äußerst kritikwürdig, - aber was heute so abgeht, das spottet jeder Beschreibung. Wie gut, dass ich einige Jahrzehnte in diesem anderen Deutschland leben durfte und meine Kinder in Frieden, ohne soziale Not, wenn auch im kalten Krieg, aufwachsen konnten.
Auch und gerade 20 Jahre Abstand zur DDR zeigen deutlich, wie wir alle getäuscht und veralbert werden.

PAGA = Potsdamer Agentur für Grundsicherung für Arbeitssuchende


. . . . . wo Öl so teuer geworden ist . . . .


So richtig nett ist`s nur im Bett !!






. . . . . besser zu Hause lassen !
Autor: hladam -- 28.1.2010 10:46:28
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