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November 2011

 

Nur wer schon etwas älter ist kann meine Vorliebe fürs ALTE verstehen.

 

Auch auf die Gefahr hin, dass missverstanden werde, beschreibe ich mal meine Beziehung zu den Dingen aus meiner nächsten Umgebung. Ich meine die Sachen, die jeden Tag ihre Bedeutung haben. Sie müssen funktionieren, stabil, formschön sein, - ich meine Tische Schränke, Stühle, Bilder, Fahrräder, Bücher, Radios und Lampen. Von IKEA-Möbeln habe ich mich schon vor einigen Jahren verabschiedet. Obwohl einrichtungsmäßig, vom knappen Geldbeutel her, viele Dinge nicht so einfach zu realisieren waren. Seit langem bin ich begeistert von alten Möbeln, die oft schon einen Weltkrieg, ja möglichst zwei Weltkriege überstanden haben. Es geht mir nicht nur um die eventuell vorhandenen geschnitzten Schnörkeleien, sondern es ist das robuste, kernige Holz, auch wenn manches nur durch echtes Furnierholz an Ansehnlichkeit gewinnt. Die Einfachheit und sichere Funktion, die schwere und somit absolute Standsicherheit ist doch ein wesentlicher Unterschied zu den aus dünnen Leisten, zusammen geschraubten Teilen, die nach kurzem Gebrauch ihre Schwächen offenbaren, durch wackeln, kippeln, klemmen. Wie beruhigend wirkt dagegen ein alter Schrank, wo die Türen noch mit Klavierbändern befestigt sind. Schon das leise knarren, oder quietschen beim öffnen der Tür ist mir sympathisch.  Es gibt immer ein paar Kratzer, angestoßene Ecken, alles Zeugnisse von vielen Umzügen. Wenn diese Macken Geschichten erzählen könnten, würde ich andächtig zuhören. Es ginge vielleicht sogar um Verbrechen, oder um eine großer Liebe.  Hat sich hier schon mal der Hausfreund versteckt? Oder gibt es einen zweiten Zwischenboden, ein Versteck für Geld, Dokumente, Schmuck? Das jämmerliche Aussehen kann durch warmes Seifenwasser und später viel Möbelpolitur sich schnell verändern. Ähnlich angestoßene Stellen bekommen auch wir und auch die kann man kunstvoll überdecken, reparieren, lackieren, so dass sie nicht mehr zu sehen sind. Das lächelnde Gesicht eines Menschen ver räht auch nicht, was es schon alles hinter sich gelassen hat.  Das mag daran liegen, dass überstandene Niederlagen einfach als Erfolg verbucht wurden. Bei den Möbeln ist das leichter zu sehen. Nach zehn Jahren stehen sie, meist auseinander genommen, als Sperrmüll am Straßenrand. Die ausgerissenen Scharniere von einem zusammengetretenen Schrank veranschaulichen um was für einen billig hergestellten und teuer verkauften Dreck es sich handelt. Auch die Sitzgarnitur besteht heute nur aus Spanplatten, Pappe, Schaumstoff und einer pfiffigen, metallischen Klappvorrichtung. Man fragt sich was da so viel Geld gekostet hat? Der Stoff hatte uns geblendet und nun stellen wir nach Jahren fest, dass wir beim Reinigen die Appretur mit weg gebürstet haben und die erneute Verschmutzung nun um so schneller passiert. Alte Möbel haben oft ihren eigenen Charme, sind sehr unglaublich bequem und können neu bezogen, wieder modern wirken. Ganz ähnliche Gefühle hege ich für mein altes Auto. Zum Auto gehört, meiner Ansicht nach, eine Stoßstange, wo man Nebelscheinwerfer drauf schrauben kann. Natürlich wollte ich auch mal ein Auto fahren, was 200km/h schafft, aber der Strudel  im Tank gefiel mir überhaupt nicht. Nun ist das Auto schon fast 20 Jahre alt und ich bedaure sehr, dass uns der  " Tüff " bald trennen wird. Die Werkstatt macht dann sicher drei Kreuze. Die Beulen, Rostflecken stören mich überhaupt nicht, - sie erinnern mich nur an einige gefährliche Situationen. Das bald fällige neue Auto sieht dann wie 0815 aus, so wie die anderen Autos. Extras brauche ich nicht unbedingt, das Navi ist leicht an zu bringen. In der Preisklasse, die ich favorisiere, ist gutes Ein, - und Aussteigen und der Transport von zehn Sack Zement wichtiger als Geschwindigkeit. In der Hinsicht haben die Engländer etwas mehr Geschmack. Einige Fahrzeuge wirken fast zeitlos schick. Auch die amerikanischen Sprittfresser haben gute Seiten. Zum Schluss entscheidet die Frau sich für einen Kombi, wo ich doch lieber einen Lada-Niva mit etwas stärkerem Motor hätte. Damit ich nicht zu sauer werde, hat der Skoda-Kombi dann wenigstens eine Anhängerkupplung dran.

Eines muss ich noch hinzufügen.

Meine Alte gefällt mir immer noch, aber das liegt wohl daran, dass sie sich selber Mühe gibt,  sich optisch, physisch und ihren Geist jung hält.






Altkluge Betrachtungen, für die man Zeit braucht.

 

Für Jeden von uns kommt der Tag, wo er bedauernd feststellen muss, dass er alt geworden ist. Nicht nur die Ehefrau anheben und herumwirbeln, auch Treppen ohne Geländer fallen schwerer als noch vor wenigen Jahren. Es gibt einen kleinen Ruck im Kreuz und man humpelt auf einmal mit oi, joi, joi weiter und versucht noch die Haltung zu bewahren. Das ist der Punkt, wo man immer mehr beginnt mit Köpfchen zu arbeiten und weniger mit hau-ruck, alles zu richten. Diese Kopfarbeit spart viel Kraft durch exakte Vorbereitung. Nun gelingen auch viel kompliziertere Dinge reibungslos, weil wir im Notfall noch unsere brachiale Gewalt einsetzen können. Planung bis ins Detail kostet schon etwas Zeit, aber verblüfft können wir feststellen, dass so manches schneller fertig wird, als früher. Das ist ein Vorteil im Alter, mit dem wir in jungen Jahren hätten noch viel mehr bewegen können. Das bezieht sich nicht nur auf die körperlichen Kräfte, sondern auch auf politische Ereignisse und Entwicklungen, denen wir heute SCHEINBAR hilflos ausgeliefert sind. In jedem Gesellschaftssystem, ob demokratisch, freiheitlich, oder durch das Proletariat diktatorisch im demokratischen Zentralismus, oder unter der Fuchtel eines allein herrschenden Potentaten, gibt es ein Mittel, das langsam, aber wirkungsvoll wirkt. Das sind der stumme Widerstand, die Verweigerung und der andauernde, laute Protest. Als Beweis nehme ich -Stuttgart 21-. Obwohl dem Volk schon lange übers Maul gefahren wurde und die so genannte Rechtsstaatlichkeit fest zu stellen ist, gibt es unerschütterliche Gegner dieses Milliardengrabes von einem Bahnhof. Die ganze Trixerei mit den Gutachten und der Plansicherheit, lässt die Kämpfer gegen Verschwendung von Steuermitteln kalt. Sie haben berechtigte Zweifel, die sich im Nachhinein fast immer bestätigen. Das sind Streiter aus allen Bevölkerungsschichten, was die Kraft dieser Bewegung ausmacht. 

Die Trotzigen sagen: Wir sind Wenige, aber wir werden immer mehr.

Weniger ist mehr, sagt man, wenn man vor zu vielen Dingen, Fakten, oder Möglichkeiten steht und zu keiner Entscheidung kommt. Moment mal, hat das nicht wieder was mit der inneren Einstellung zu tun?

Augen auf, - Junge. Die Welt hat sich verändert. Verständlich, dass die Menschen aus dem Osten, nach der Übernahme der DDR, durch den Klassenfeind, sich mit KONSUM, also Einkaufen, auf lange Zeit die  Lust auf die Sprüche aus sozialistischen Zeiten verloren haben. Das Angebot überzeugte mehr als die ewige Mangelwirtschaft. So wie wir heute arbeiten, so werden wir morgen leben. Diese tief greifende Logik hat nicht überzeugt, weil damals das stopfen eines Loches, 10 neue Löcher aufgerissen hatte. Das HINTERHERLAUFEN hinter Problemen, die man gar nicht gehabt hätte, hätte es die Vergleichsmöglichkeiten im West-Fernsehen nicht gegeben. Das hat die jeweils Verantwortlichen wahrlich mächtig geschlaucht. Die Presse Funk und Fernsehen aus dem Nazi-Deutschland, hatten gut informiert,  immer genau das -auf der Pfanne-, was böses Blut machte. In der Hauptsache förderte man den Neid, wegen eines angeblich so angenehmen Leben, mit viel Geld, tollem Auto, Urlaub in Italien, oder Spanien, hochwertige Konsumgüter, alle Materialien zum Hausbau auf Abruf vorhanden, Kredite oh ne Ende, Freiheit bis zum -geht nicht mehr- , dazu noch Nutten in jeder Preiskategorie, Schweinskram an jeder Ecke, ALLES IM ÜBERFLUSS, - das alles wartet auf dich, komm doch rüber in den Westen, in das freiheitliche, demokratische Deutschland! Es dauerte nicht lange und die Leute flüchteten zum Speck in die Mausefalle. Sicher nicht die edelste Motivation zur Republikflucht, deshalb wurden alle zu politisch Verfolgten deklariert. Der freiwillige Zwang in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft zu gehen, der Gefahr der Verhaftung zu entgehen, wenn über SED und Staat geschimpft wurde. Die Flucht in die Freiheit war Sinnbild der Entwurzelten, die dann im Lastenausgleich entschädigt wurden. Sicher sind viele von denen dann auch glücklich geworden, aber so richtig glücklich sind jetzt erst mal die Alt-Eigentümer, Banken und Konzerne, weil sie verlorenes Einfluss-Gebiet zurückbekamen. 

     Die DDR Regierung kämpfte unermüdlich um weltweite Anerkennung des Staates. Ein Wirtschaftswunder konnte nicht kommen, denn anstatt Marshall-Plan mussten Reparationen bezahlt werden. Die Ostler waren wirklich arm dran und wurden pausenlos über den Äther bedauert. Deshalb  sparte die SED nicht mit Erfolgsmeldungen in den Zeitungen und alle Neuerungen wurden übertrieben gefeiert. Ständig bekannten sich Werktätige zum Aufbau des Sozialismus und priesen den modernen, den ersten Arbeiter, - und Bauernstaat auf deutschen Boden. Der kalte Krieg ist keine Erfindung von Propagandisten, der wurde gnadenlos geführt und ist noch immer die Grundlage für die Arroganz und dem Überlegenheitsdenken  der meisten Bürger aus den alten Bundesländern. Alle neuen Moden aus dem Westen wurden nachgeäfft. Die Mauer 1961 vollendete die bereits von den westlichen Besatzern gewollte Teilung Deutschlands.

  Meine Botschaft schon angekommen? Nein? Na dann mal den Film zurückdrehen und mal an Bossa-Nova denken. Da wurde sofort der Lipsy im Osten erfunden. Auf das neuste Modell von Mercedes kam der Trabi mit sensationellen 2 Bremskreisen, was ein unheimlich sicheres Auto aus macht. Dass kein Hersteller den Tank vorne, fast über dem Motor anbrachte, das ist Niemanden aufgefallen. Dazu der rustikale Messs tab war ja auch einfach Weltnivea u. Aber mal Spaß, bzw. Traurigkeit, bei Seite. Nun ist die Teilung vorbei und die ehemaligen Ostler bekommen trotzdem nur 80% vom Westlohn, sofern sie überhaupt eine vernünftige Arbeitsstelle haben. Die Preise sind gegenüber DDR-Preisen inflationär. Durch die Globalisierung entsprechen viele Waren qualitätsmäßig nicht mal annähernd den Preisen und haben eine geringe Lebensdauer. Speziell Baumaterialien, Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel, Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs werden immer  teurer. Einkommen, wie Renten und Lohne kommen nicht hinterher. das macht scheinbar den Altbundis nichts aus. die sind das gewöhnt, dass immer einige hinten runter fallen. Die regen sich über so etwas kaum auf. Hauptsache mir geht es gut, oder zumindest merkt es keiner, wenn es mir nicht so gut geht. Immer einen auf dicke Hose machen, das ist am wichtigsten. Ich bin ein Ossi, ein ehemaliger DDR-Bürger. Mich bringt so schnell keiner auf die Palme und ich halte dagegen, wenn man meine Heimat, mein untergegangenes Heimatland die DDR versucht madig zu machen.

In diesem Sinne ein Gruß an alle klar denkenden Mitbürger und zum Teufel mit den doch relativ wenigen, beschi**enen Wendehälsen.   



Wenn das Dach kaputt ist, dann muss es repariert werden.

                  die9001


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             die9004


            immer nur Arbeit ist auch nicht schön.

           bbbadennn


        abbadenn01


        abbcadenn


Götter in Weiß.

Es ist zur Gewohnheit geworden, dass man sich bei Arztterminen auf Wartezeiten über Monate einrichten muss. Eine alternative Lösung, wenn man die Krankenkasse wechselt, oder Privatpatient wird. Als Bürger der NBL war ich immer in der gesetzlichen Krankenkasse, die von der AOK nach der Wende übernommen wurde. Bin bisher erst dreimal umgezogen und die letzte Hausärztin begleitete mein Wohl und Wehe rund 25 Jahre. Zur Versorgung in der DDR möchte ich nur sagen, dass sie in meinem Fall ausreichend, bis gut war. Die zur Anwendung gekommenen Medikamente  kannte ich damals schon auswendig. Es handelte sich im Krankheitsfall oft um Kreuzschmerzen, oder Erkältung. Sogar der Zellstoff zum Naseputzen gab es ohne jegliche Zuzahlung aus der Apotheke. Auch wenn es mal nicht aufgeschrieben war, waren die Kosten gering und mein Verdienst eigentlich immer überdurchschnittlich gut. Haben von den Kosten für Miete und Lebensmittel kaum beeinträchtigt gelebt und zweimal im Jahr Urlaub, mit dem Auto, im Ausland gemacht. Alle drei Jahre stand mir eine neue Brille zu, die ich mir nicht jedes Mal, aber doch oft leistete, wobei die Zahlung für das Gestell nicht so hoch ausfiel. Gerade beim jährlichen Urlaub gab es im Arbeitskollektiv den Wunsch auch mal in das kapitalistische Ausland fahren zu dürfen. Jedoch Ungarn und die Bulgarische Küste waren auch sehr gefragte Reiseziele.

       Manchmal hatte ich den Eindruck, dass einige Kollegen die 6 Wochen, die man ohne besondere Lohneinbuße machen konnte, auch als Erholungsurlaub betrachteten, den sie nach Belieben im Voraus planten. Bei Frauen war es an der Tagesordnung, bei Erkrankung des Kleinkindes, sich selber auf Irgendwas krankschreiben zu lassen. Angst vor Entlassung habe ich nie bemerkt und die Gewerkschaft glättete schnell alle Wogen, wenn es mal Jemand übertrieb. Schlosser gelernt, VE-Meister gemacht, Abteilungsschlosser in einem Chemiebetrieb, Schlosser und Kranführer bei der Deutschen Reichsbahn, ein paar Jahre beim Erdgastrassenbau als Schlosser und Kranfahrer und was Not tat. Dann Meister im Wärmeanlagenbau Berlin, später Betonbauer im Betonwerk, Schichtleiter, dann Meister, dann PLK und dann kündigte sich die Wende an und ich ging zu KIM, wo Broiler hergestellt wurden, - denn ich dachte mir, dass Hühner immer konsumiert werden. Das war aber ein Denkfehler denn die Hühnermafia bekämpfte KIM mit Dumpingpreisen und die Treuhand verschacherte später die umfangreichen Immobilien.

       Nach der Übernahme der DDR in die BRD begann sehr schnell das Umdenken. Entlassungen waren massenhaft, denn die Betriebe wurden an Investoren verscherbelt, die dann oft nur kriminelle Energie entwickelten und sich der Belegschaft entledigten, um die fast geschenkte Immobilie teuer zu verscherbeln. Das spitzte sich immer mehr zu, so dass ich feststellen konnte, dass echt Kranke, zur Arbeit gingen, wegen der Sorge um den Arbeitsplatz. Das hat sich nun wieder etwas entspannt in der heutigen Zeit, weil der zu geringe Lohn die Gleichgültigkeit fördert. Erst wenn Hartz4 droht beginnen einige Mitmenschen sich um Arbeit zu kümmern. Meistens klappt nach einem Jahr Arbeitslosigkeit die Einstellung nur für die Zeit der Förderung vom Arbeitsamt und in der Probezeit fallen so wie so einige Zuschläge weg, so dass die Hauptlast dieser Arbeitsstelle wir alle tragen.

        Betrachte ich die Beschäftigungszeit nach der Wende, aus meinem Erleben, dann habe ich es mit vielen Möglichkeiten versucht. Ich war, Techniker/Schlosser in einer Brüterei, Auslieferungsfahrer, Sozialarbeiter im Asylbewerberheim, Reinigungsfachmann für RLT-Anlagen, Fäkalienfahrer, Wachmann im Empfang der Senatsverwaltung Berlin, sowie Bundeswehrkrankenhaus Berlin und zu guter letzt Hausmeister und Verantwortlicher für einen weißrussischen Investors (beim Bau eines Logistikzentrums in Frankfurt/O.). Dann (nach Ende der Förderung vom AA) arbeitslos. Meine Arbeitsloszeiten waren selten länger als ein paar Monate, wobei ich zugeben muss, dass ich nicht wählerisch war, lediglich darauf achtete, dass schwere körperliche Arbeit möglichst nicht zu verrichten ist. Zurückschauend muss ich zugeben, dass ich reichlichen Raubbau an meiner Gesundheit betrieben habe. Allerdings kann ich auch Dinge vorweisen, die Andere noch nicht mal im Leben versucht hätten. Aus diesem kühlen Grund habe ich meine körperlichen Behinderungen registrieren lassen und bin dann in Frührente gegangen, weil ich es leit war für immer wieder etwas weniger Geld arbeiten zu gehen. Mit dem Rentnerdasein, der plötzlichen relativen Ruhe, setzten völlig neue Beschwerden ein. Alles hatte mit Abnutzung zu tun und war mit Physiotherapie, Kuraufenthalte nicht mehr zu beheben. Deshalb geriet ich in eine neue Lebensphase, wo es ohne schmerzlindernde Mittel nicht mehr geht. Sofern durch chirurgische Eingriffe Abhilfe möglich wird, ergreife ich nun jeden Strohhalm, weil ich die Tabletten loswerden will.

         Bei meiner Frau ist es ähnlich gelagert, wobei sie das Glück hatte zur Wendezeit schon bei der Deutschen Reichsbahn im Bereich Fahrkartenausgabe für den S-Bahnbereich zu arbeiten. Mehrmals versuchte der (nun DB) Konzern sich seiner Mitarbeiter zu entledigen. Abfindungsangebote im Wechsel mit Druck durch Versetzungen an Arbeitsorte, die schwer mit Verkehrsmittel zu erreichen waren. Regelmäßige Aussprachen beim Chef nach jeder Krankschreibung und bei Fehlern am Arbeitsplatz wurde regelrecht Angst geschürt. Es ist verständlich, dass dies auch bei ihr Spuren hinterlassen hat. Es ergab sich auch die Notwendigkeit zu Operationen. Eine OP ist aber in der Wirkung nicht dem Wunsch auf Abhilfe verlaufen. Bei Nachuntersuchungen und Aussprache wurde Physiotherapie empfohlen. Wegen der Wirkungslosigkeit wurde ein anderer Chirurg konsultiert, der aber an den ersten Operateur verwies, weil er sicher war, dass etwas nicht in Ordnung ist. Mit dieser Aussage begann nun ein nicht enden wollendes Abschieben der Patientin, die verständlicher Weise das Vertrauen in die Kunst des ersten Chirurgen verloren hat. Der letzte Arztbesuch war vor einer Woche, mit dem Ergebnis, dass der betreffende Doktor ihr nachsagte, sie gebrauche „schmutzige Worte“.  Da ich dem Gespräch beiwohnte, kann ich diese Version des Doktors nicht akzeptieren, zumal nur wiederholt wurde, was ein anderer Chirurg dazu geäußert hat. Im Moment haben wir für das Problem noch kein Konzept, aber wir schaffen das schon. Ein Minuspunkt mehr für die heutige Zeit, - egal ob Privatpatient, oder Kassenpatent. Es wird Zeit für eine Gottesdämmerung AUCH für die Götter in weiß!          


          

 


Autor: hladam -- 27.11.2011 13:43:32

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