Ein frohes Neues Jahr wünsche ich euch und euren Angehörigen.
mit 20 Lebensjahren endlich "schwerhörig"
Ein Neuling kann in den Weiten des Internets, in dieser riesigen digitalen Gemeinschaft, auch einsam sein. Das gilt besonders bei Foren, wenn einem kein Schwein kennt. Tagsüber habe ich immer viel zu tun, da bleiben nur, Regentage, einige Stunden am Abend, oder ganz früh am Morgen. Somit zielgerichtet, kurz und knapp die Erledigung der elektronischen Post und Beantwortung von Beiträgen, sowie rein setzen eigener Beiträge und Bilder in die Homepage. Zeit zum Surfen ist wenig vorhanden. Es reicht gerade mal dazu die Links aus den eingegangenen E-Mails zu überprüfen. Ein guter Bekannter hatte mich mal zu facebook eingeladen. Er sagte, er hat dort eine eigene Seite eröffnet. Eigentlich wollte ich nur mal gucken, was facebook zu bieten hat. So viele Mitglieder, so viel Wirbel um einen angeblichen Daten-Skandal, so viele Selbstdarsteller, - da muss doch etwas Interessantes dahinter stecken. Aber es ist wirklich nichts Besonderes, nur ein Treffpunkt für viele Langeweiler. Meine Homepage reicht eigentlich zur Darstellung der persönlichen Ansichten völlig aus, sie mit facebook zu kombinieren lag schon auf der Hand, brachte mir tatsächlich viel mehr Kontakte und Besucher. Facebook ist kostenlos, die angezeigte, eingeblendete Reklame hält sich in Grenzen, - da drängt sich die Frage auf, wozu dient es? Menschen geben persönliche Informationen Preis, die von Spezialisten ausgewertet, ein ziemlich genaues charakterliches, gesundheitliches, politisches, verbrauchermäßiges, Profil ergeben. Wir werden also, wie schon bei den Foren, schonungslos durchleuchtet, eingeordnet, eingeschätzt und unser Wissen wird eingeschätzt, abgeschöpft. Die Freunde bei facebook sind natürlich nicht alles echte Freunde, sondern haben lediglich nur freundliche Gemeinsamkeiten. Ein Teil der Freunde ist mit falschen Daten angemeldet, andere scheuen sich ihr Gesicht zu zeigen, weitere melden sich unerkenntlich nur an, um andere bequemer bespitzeln zu können. Es soll schon Anlässe zur Kündigung gegeben haben, weil viele lockere Sprüche im Übermut geklopft werden. Deshalb sollten Blaumacher und Faulkranke wenigstens hier besser die Klappe halten.
Freunde mit einer undurchsichtigen Vergangenheit werden sogar angeprangert und man erwartet öffentliche Distanzierung von ihnen, - .... haehhh, warum eigentlich? Das glaube ich jetzt nicht! Wer nicht mit mir kann, der sollte sich verabschieden. So schnell lasse ich Niemanden fallen, wie eine heiße Kartoffel. Für Hinweise bedanke ich mich, aber entscheiden tu ich.
Mit dem Handy ist es möglich ein Bewegungsprofil des Benutzers zu erstellen. Die Verbindungsdaten werden vom Handy und auch vom Internetprovider auf lange Zeit gespeichert. Die Festplatten können von extern, übers Internet durchsucht werden. Wo wir wohnen gibt das Einwohnermeldeamt raus. Das Abhören und speichern von Gesprächen ist mit Staatsanwaltserlaubnis erlaubt. Da gewisse Dienste es im geheimen tun und die Erlaubnis in speziellen Fällen auch hinterher eingeholt werden kann, glaube ich kaum, dass die Daten gleich wieder gelöscht werden. Man könnte sie befreundeten Diensten übergeben, die ja bekanntlich nicht an unsere deutsche Gesetzlichkeit gebunden sind. Bei Bedarf bekommt man ein genaues Muster und die Kommunistenstrolche, Nazis, Muselmanen, klerikale Fanatiker, oder Spinner jeglicher Art entkommen nicht diesem fein gesponnenen Netz. Dagegen war die Stasi der DDR ein Sandkasten-Club. Sich darüber aufregen, oder sich der Piratenpartei anschließen bringt nichts, weil einmal gewonnene Profile nicht mehr aus der Hand gegeben werden. So bekommt Jeder seinen Stempel und kann bei Bedarf aus dem Verkehr gezogen werden. Den hinreichenden Verdacht hat er selber verursacht, Bilder sind vorhanden, einfach und schnell abrufbar. Einige meiner Facebook-Freunde sind mit allem möglichen belastet. Bin nicht nachtragend und lasse mich durch üble Nachrede nicht so schnell beirren. Von politischen Ansichten kann man in Foren kaum Jemanden überzeugen. Ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht kann eher erfolgreich sein. Genau so, wie die meisten Berufstätigen ihre Tätigkeit wechseln, kann es sein, dass jemand seine Gesinnung wechselt, wenn sein Wissen und Gewissen ihm andere Wege durchs Leben vorzeigt. Der äußere Schein kann trügen, denn Mördern und anderen Verbrechern ist es nur selten an zu sehen, was sie auf dem Kerbholz haben, oder sich noch leisten werden. Facebook macht vielen Menschen Spaß und mit Freude lassen sie andere Menschen an ihrem Leben teilhaben. Immer locker und lustig drauf, ist in einer Gemeinschaft das Leben leichter zu ertragen. Man muss ja nicht in allem immer nur das Böse vermuten. Nicht ohne Grund gibt es so viele Spaßanmeldungen.
Meine Intension im privatem, gesellschaftlichen und beruflichen Bereich sind nur mit den Idealen von Kommunisten vergleichbar. Es ist wie ein kaum beherrschbarer Reflex. Obwohl ich es besser wissen müßte, sehe ich immer nur das Gute in den meisten Internetbegegnungen. Dabe ist es verständlich, dass nicht jeder Mensch im gleichen Takt tickt. Es gibt sogar recht böse Menschen, die verletzend sein können. Jene haben aber sicher selber auch prägende Erlebnisse gehabt. Auch wenn das keine Entschuldigung sein kann für unverständliche Aktionen, weil dazu auch ein mieser Charakter gehört. Wer von uns kann schon behaupten , dass sein Leben einfach und problemlos verlaufen ist? Weshalb wohl glauben manche Völker, Politiker das Recht zu haben, anderen Völkern vorzuschreiben zu müssen, wie sie zu leben haben? Macht und Einfluß einsetzen für immer mehr Macht und Einfluß. Macht und die Gier die Welt zu beherrschen sind kein edles Motiv, deshalb benutzt man die Medien zum Lügen und Betrügen. In der Vielfalt der Informationen im Internet steht Wahrheit und Unwarheit einträchtig nebeneinander. Der Nutzer vom Internet kann sich endlos aufregen, oder sich beruhigt vom dargestellten Tagesproblem abwenden. Er kann nur eines nicht, nämlich das Problem durch das Internet lösen. Es sind Gedanken aus allen Bereichen des Lebens, von Liebe, Leid und Ungerechtigkeit, die der augenblicklichen Stimmung entsprechend in die Tastatur gegeben werden. Wer sich später dafür interessiert ist ungewiss, aber es muss eine befreihende Wirkung haben, - sonst würden nicht so viele Texte zu allen möglichen Themen existieren. Damit meine Worte auch gelesen werden, werde ich nun zum Ende kommen, weil lange Texte in der Regel nur flüchtig überflogen werden, wobei sich das Auge an ungewöhnlichen Worten, oder Formulierungen fest saugt. War es nun sinnvoll, oder sinnlos, was ich hier von mir gegeben habe?
Autor: hladam -- 22.1.2012 2:44:14
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