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Gut gemeinter Hinweis für meine Freund BUSCHI

Immer wieder wird er ärgerlich und ich bin froh, dass ich nicht ganz so empfindlich bin.

Die Meinungsvielfalt.
(Ein par Worte an einen Trassenkumpel, damit er nicht immer mit dem Kopf gegen die (unsichtbare) Wand rennt.)
Hallo Buschi,
sei unbesorgt und schreibe unbekümmert weiter solche, oder ähnliche Texte hier oder anders wo, wenn es dich seelisch erleichtern sollte.  Dein Grundanliegen ist nahezu allen Lesern bekannt, die ehrlich gemeinten Worte werden vernommen, aber nicht selten mit Widerworten, oder leicht durchschaubarer Häme beantwortet. Abgesehen, von der Profilierungssucht, spontanen Ideen, wie wir den Buschi noch aus der Reserve locken können, schlicht und einfach anderen Meinungen, fallen auch Worte, die dir nicht gut tun.  Wir alle wissen, dass Worte, Karikaturen, die Welt nicht  verändern. Abgesehen von Worten, die besser nicht ausgesprochen wurden, zeigen die Reaktionen, dass es viele Dinge gibt, auf die wir achten sollten.  In meinen Gedanken versuche ich die Möglichkeiten für mich, die Familie, Freunde, Bekannte, das Dorf, den Landkreis, das Land, mein Europa, meine Welt, in der ich lebe, aus zu loten. Schon meine Herangehensweise, wenn ich sie mal in trauter Runde äußere, stößt hin und wieder auf Unverständnis. Warum machst du dir einen Kopf? Probleme gab es in allen Größenordnungen schon Generationen vor uns und wir können doch so wie so nichts ändern.
     Genau das ist das Problem! Um etwas zu verändern, muss man überzeugt sein, dass es auch anders geht. Die DDR musste friedlich untergehen, weil das Volk sich dazu entschieden hatte, die ökonomischen Zwänge zu groß  wurden, die Natur in einem katastrophalen Zustand gebracht wurde, dass es am leichtesten war, nach zu geben, um sich vor der Verantwortung für dieses Volk , zu drücken. 
    Fakt ist aber, dass die Veränderer, die Dissidenten, nicht mehrheitlich für den kompromisslosen Anschluss waren. Einige wollten Schwerter zu Pflugscharen machen, sie wollten der DDR ein anderes Antlitz geben, sie wollten eine neue DDR-Verfassung, sie wollten am runden Tisch Probleme lösen. Sie wurden aber ruhig gestellt, abgefunden, oder einfach überrollt von der geballten ökonomischen Macht der BRD. Die hatten schon seit Kriegsende, mit ihren Verbündeten, auf solch eine offene Flanke gewartet. Der Hochmut der Westverwandten über die primitive Art der Versorgung, hatte ohne Zweifel Eindruck gemacht. Jetzt sehen wir alle, was die wahren Werte im Leben sind. Die kochen auch nur mit Wasser, war eine Tatsache, auf die Niemand reflektierte.  Nur durch die Existenz der DDR gab es die soziale Marktwirtschaft, die den Brüdern und Schwestern in der Zone aufzeigen sollte, wie fein es im Kapitalismus ist. Jetzt ist die Zone weg und das soziale an der Marktwirtschaft geht flöten. Über die Globalisierung habe ich mich schon ausreichen geäußert (oder bei www.lindebox.de nachsehen). Wo also den Hemmschuh vorlegen, oder die Weiche stellen? Natürlich ist es ein lächerlicher Versuch hier und heute etwas glaubhaft zu machen, - aber wer nur die Sorgen, oder sein Vergnügen sieht und nicht zu weiteren Gedanken fähig ist, der ist ein armer Mensch.
    Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott, möchte ich voranstellen. Von Arbeitslosigkeit Betroffene haben etwas, was die noch Beschäftigten nie haben. Sie haben Zeit. Wer diese Zeit nur vor der Glotze verbringt, hat schon verloren. Sport, Lesen, Garten, Reparaturen, Kontakte pflegen und immer in Bewegung bleiben, wobei das frühe Aufstehen nie verlernt werden sollte. Ein Mensch in Ruhe verändert dramatisch sein Äußeres und verspielt dadurch letzte Möglichkeiten, wenn er es nicht schafft mehr Energie ab zu geben, als zu sich zu nehmen. Die Familie kann gut mithelfen, solange Vorwürfe und ständiges Gespräch sich nicht nur um die Erwerbslosigkeit drehen. Kontakte, besser noch sehr viele Bekanntschaften, ergeben mitunter legale oder illegale Arbeitsmöglichkeiten. Abkapseln ist verständlich, aber eine völlig falsche Reaktion. Im Wohngebiet, im Dorf, kann dir nur jemand einen entscheidenden Tipp geben, wenn er weis, dass du solchen benötigst.
In dem Bundesland, in dem wir wohnen, müssen die Lebensmittel erzeugt werden, die Möbel gefertigt, die Ziegel gebrannt werden, das Bauholz geschlagen und verarbeitet werden und nicht zentral, oder im Ausland, oder Übersee, - das ist meine einfache, primitive Botschaft. Nur so ist Beschäftigung möglich, können viele in Arbeit kommen und nicht durch Umzug nach Norwegen, Schweden, oder was weis ich wohin. Vor meinem geistigen Auge sehe ich noch heute den Nachbarn von Schwiegermutter, wie er mit einem Beil so lange einen Baumstamm bearbeitet hatte, bis die beiden Auflageflächen gerade und glatt waren. Das hatte noch nicht mal sehr lange gedauert, dann war der Dachstuhl mit Holzzapfen zusammengefügt. Es geht auch ohne die vielen elektrischen Geräte, ohne die ich nicht klar komme!  Das ist Selbsthilfe, Nachbarschaftshilfe, da spricht man noch mit einander, das ist die Voraussetzung für Freundschaften.
       Ich schweife ab und schwenke zurück zur Meinungsvielfalt. Anderer Meinung zu sein, ist legitim und gerade die anderen Standpunkte bereichern manchmal, wenn auch der Andere die gleiche Akzeptanz aufbringt. Das Leben formte uns und eine andere Sicht der Dinge kann nützlich sein. Hass und Fanatismus verstellen jeden Weg zur Einigung. Am einfachsten ist dem zu begegnen durch Überlegung, wem solches Verhalten Nutzen bringt. Wer schreit hat meist Unrecht, wer eigensinnig beharrt, hat meist kein weiteres Argument mehr. Einem Menschen Zustimmung abringen, nutzt gar nichts, wenn er nicht überzeugt wurde. Deshalb ist oft nicht die Kraft der Worte, sondern die helfende Hand entscheidend. 

*

 

Tuschi Kaptilka, - paidiom spatch.


(Mach die Funzel aus, - schlafen gehen.) Bekam ich die letzten 30 Jahre öfter mal zu hören, wenn ich noch mit irgendwelchen Dingen beschäftigt war. Lesen, mit den Hunden eine Fahrradrunde im Dorf, Fernsehen, Computer, Auto, uam. kosten manchmal viel Zeit und ruck zuck ist die Nacht vorbei. Vertraute Worte, die zeitlos uns begleiten, nimmt man als selbstverständlich hin. Dieses Leben besteht aus Wollen und Haben, aus Zufriedenheit, Unzufriedenheit über Erreichtes und Bedauern über das eigene Unvermögen, höher gesteckte Ziele gepackt zu haben. Wie mit dem Blick in einem Spiegel erkennen wir die unsichtbare Messlatte für die Ergebnisse des eigenen Daseins, wenn wir es wollen. Ein bisschen Selbstbetrug beim Ehrgeizigen ist eher hilfreich, als eine kühl durchdachte Abrechnung, mit dem ewigen Zweifel an die langsam schwindenden Fähigkeiten. Das primitive Bier aufmachen und rein in den Kopf tröstet genau so wenig, wie das Schönreden von nie ganz erledigten Dingen, die von Anderen offenbar viel leichter gemeistert werden. Für all das Unangenehme haben wir ja unser Vergessen und die lange Bank, auf die wir es immer schieben können. Bis es uns gerade in einem Moment einholt, wo wir es überhaupt nicht gebrauchen können. Weil es uns bedroht, machen wir kurzen Prozess und fragen uns verwundert, warum wir so lange gewartet haben. Erleichterung ist größer als das Bedauern darüber, was es uns wieder mal gekostet hat.

Wie im Kleinen, so ist das wahrscheinlich auch in der Politik, nur die Folgen können dramatischer ausfallen. Weil sich alles in erster Linie um Geld dreht, sollten wir es besser abschaffen, bevor es wieder zur Katastrophe kommt und uns abschafft. Wer dann selbst keinen Grund mehr sieht zur sinnvollen Arbeit für das Gemeinwohl, ist ohne hin schon immer ein Nichtsnutz gewesen. Aber wohin mit ihm? Stillstand in der Entwicklung von Technik droht auch und die vielen arbeitslosen Börsenspekulanten, die Millionäre und Milliardäre hätten auf einmal keine Möglichkeit mehr zum Einfluss auf unser Leben. Wie vielen Männern liefen die Frauen weg, weil sie im Grunde genommen, ohne Geld, Macht und Einfluss plötzlich im Spiegelbild ihren wirklichen Wert erkennen können. Vielweiberei auf einmal bei den phantasievollen, kreativen und Schöngeistern. Das bedeutet Krieg, weil die Hässlichen in der Überzahl sind.

Also, - wie machen wir das nun?

Na ganz einfach die Lösung! Wir lassen es wie es ist und ziehen die paar Jahre bis zur Urne noch durch. Vorher kommt noch die Zeit im Pflegeheim, mit künstlichem Darmausgang und Mittagessen aus einem Ding, was aussieht, wie eine Fettpresse. Ein kleiner Plasteschlauch durch den Schniedel und eine Aldi-Tüte am Rollstuhl und täglich 2 mal frische Windeln wird die Pflegeversicherung schon noch ausgeben. Kein Schwein hat mehr Zeit für uns und dabei haben wir es doch schon vorher gewusst, wie es enden könnte.

Oder wir gehen die Sache doch noch an und verändern etwas, auch auf die Gefahr hin, dass es wieder schief gehen könnte, wie damals mit der DDR. Wer hat denn nun noch Sprengstoff? Kann doch nicht so schwer sein so ein Gürtel und ich wollte schon immer mal den Bundestag besuchen. Die Hose rutscht nicht und es bleibt uns vieles erspart. Keine Lösung, sagen die Schlauen, - weil nicht die Politiker Schuld sind, sondern die Jenigen, die an den Fäden ziehen.

Oha, da müssen wir was am Geld machen. Zum Beispiel frei nach Gesell, dem Geld ein unveränderliches Verfallsdatum geben, damit es routiert und nicht festgehalten wird. Börsen zu machen, Boden und Edelmetallspekulationen gesetzlich verhindern, käme gleich als nächste Maßnahme. Alles Blödsinn, oder doch nicht?

Also WEKLUTSCHAJEM - KAPTILKA - I - PAIDIOM - SPATCH -, ich glaube das kriege ich heute nicht mehr gebacken.

Bis Morgen.

 


  

Autor: hladam -- 30.6.2006 6:30:27

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