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Gaffitis machen triste Ecken bunter?

Eine Jugend mit schlechten Eigenschaften.

Graffitis machen triste Ecken bunter?


So, - oder so ähnlich geht der Text eines Schlagers. Das hört sich lustig an. In natura ist es aber gelinde gesagt eine abscheuliche Schmiererei. So wie mein Hund bestrebt ist sein Territorium mit Urin zu kennzeichnen, bemühen sich auch die jungen Hirnis ihr Territorium ab zu stecken. Die drei Tropfen von meinem Hund gegen einen Baum, ein Rad oder Hauswand bringt manchen Betrachter in Rage. Die Krakel an den Wänden scheinen nicht zu stören. Aus dem Radio tönt, dass von neunhundert Leuten vom Aufsichtspersonal der S- und U-Bahnhöfe Siebenhundert entlassen werden sollen. Wenn dann nur noch Zweihundert die Aufsicht haben, kann sich jeder vorstellen, wie sich die
Schmierfinken freuen werden! Wer diese Malerei und Sprayerei als Kultur oder Kunst bezeichnet, dem ist wohl
nicht mehr zu helfen.


Sind deutsche Kultur,
die deutschen Werte abhanden gekommen?


Was ist eigentlich Kunst und was ist es wert vor Vandalen geschützt zu werden? Betreten wir eine U-Bahnstation in der Mitte von Berlin, bekommen wir einen Eindruck vom geistigen Wirrwarr, der die heutige Jugend plagt. Offenbar ausländische Schriftzeichen und mehrfarbige Ornamente zeugen davon, dass hier internationale Idioten am Werk
waren. Hohe Preise für Fahrkarten sind ärgerlich, aber dazu noch diese geballte Ladung Schmutz an den Wänden, das ist unerträglich.
Die BVB hat kein ausreichendes Konzept und scheint zu kapitulieren. In diesem Falle sollten alle Fahrgäste sich verpflichtet fühlen mit Hinweisen an das Personal es den Schmierfinken, durch einfaches beobachten, nicht wegsehen und dem Spruch -Dich kenne ich doch!-, entgegen zu treten. Meist ist es das Desinteresse, was Vorschub leistet, den Schaden immer größer werden zu lassen. Wer hat nicht als junger Mensch Blödsinn getrieben?

Der Spruch der Eltern hat seine Gültigkeit nie eingebüßt: "Narrenhände beschmieren Tisch und Wände!".

 Die zerkratzten und bemalten Fensterscheiben von Straßenbahn, S- und U-Bahn sind ekelhaft. Das Ablegen der Beine auf dem gegenüber liegendem Sitzplatz wird nun auch schon von einigen Erwachsenen praktiziert. (Das sind aber vielleicht nur die Flegel von damals, die jetzt erwachsen geworden sind und nichts dazu gelernt haben!) Auf einen Hinweis wird oft wütend reagiert, obwohl die betreffende Person wirklich keine Schlafwagenkarte gekauft hat! Nur ein beherztes Eingreifen Füße runter schieben, schafft Veränderung, aber hervorruft manchmal richtige Schimpftiraden. Schade: Nur nackte Gewalt erzielt Wirkung, wird akzeptiert. Ein Problem, welches in dieser
Gesellschaftsordnung offenbar nicht abgestellt werden kann. Ich frage mich bei solchen im Grunde Lappalien, wo man ansetzen muss. Da die Reinigung der Züge innen und außen Millionen verschlingt müsste es sich doch rechnen, wenn mehr bezahlte Beobachter in den Zügen mit fahren. Empfindliche Geldstrafen sind wohl leider unausweichlich.
Unsere U-Bahn ist ohnehin schon mit ihren tristen Bahnhöfen abgrundtief hässlich, wenn man sie mit der Moskauer, oder Pariser Metro vergleicht. In Richtung amerikanischer Verhältnisse sollten wir uns nicht manövrieren lassen. Auch dort gibt es saubere Ecken, habe ich mir sagen lassen! Was passiert nun mit einem Ferkel, das erwischt wurde? Eigentlich fast nichts und der Erwischte bedauert auch nicht ehrlich seine Vorgehensweise, sondern eher nur, dass er sich hat erwischen lassen.
Der Einwand, dass es Sache der Polizei ist, so etwas zu regeln, ist berechtigt. Doch auch dort wird Personal eingespart und selten ist die Zeit der Staatsdiener ausreichend für die kleinen Verfehlungen vorhanden. Das Ergebnis
sieht jeder, der mit offenen Augen sich umsieht, dass sind Scherben und Unrat im Park, Schmierereien wohin man
blickt, das ist für mich jedenfalls unerträglich und sollte verändert werden!

Macht aus diesen Aussteigern, die bettelnd in Bahnhofsnähe rumsitzen wieder Einsteiger. Nur durch Beschneidung der Freiheit, durch Wegfangen und Lohn für Arbeit z.B. Graffitibeseitigung, wird der Teufelskreis durchbrochen. Mit Erstaunen werden wir feststellen, dass ein nicht geringer Prozentsatz der Bettler nur Schnorrer sind. Die Plätze sind organisiert verteilt und es werden Abgaben an die Organisatoren entrichtet. Plätze, die in vier Stunden weniger als fünfzig Euro einbringen, sind nicht erstrebenswert. In diese Szene kann nur eindringen, wer sich um diesen Mikrokosmos ernsthaft kümmern will. Fahrkartenverkäufer wissen, mit wie viel Kleingeld solch ein Bettler täglich zum Wechseln kommt. Je nach Platz können bis 100 Euro zusammen kommen. So viel hat im Ostteil Berlins nicht jeder bar ausgezahlt, wenn er arbeiten geht. Eine Entwicklung, die kaum jemand bemerkt.

Als letztes Thema möchte ich noch ein paar Worte über das bunte Völkchen mit Hund, Büchse Bier und dem lockeren Spruch -haste mal`n Euro, oder`n bißchen Kleingeld?-. Sich der heutigen Leistungsgesellschaft total zu verweigern, fällt nicht schwer, wenn man mit Kleingeld zufrieden ist. Selten geht aber die Rechnung auf, denn spätestens mit 30 Jahren sieht derjenige wie 60 aus, die Leber vom billigen Fusel und die Nieren von kühlen Plätzen kaputt. Obdachlos
den harten Gesetzen der Strasse unterworfen, sind die Chancen zurück in die Normalität zu finden gleich null. Den Sammelbegriff Assi -Asozialer -für diese Schicht am Existenzminimum ist nicht immer gerechtfertigt. Es kann schnell gehen obdachlos zu werden. Scheidung, Schulden und Arbeitslosigkeit und die Fehleinschätzung, dass man trotzdem ohne Hilfe aus kommen kann, führen ganz schnell in diese Einbahnstrasse, wenn nicht der eiserne Wille und eine gute Portion Glück vorhanden ist. Freunde erkennt man erst dann, wenn man sie bitter nötig hat.

Helmut Linde - ePost: HLADAM(A)aol.com


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Auch veröffentlicht wurde mein Beitrag durch Herrn Heubaum - 
http://karl-heinz-heubaum.homepage.t-online.de/31wh-gra.htm

Auch veröffentlicht wurde mein Beitrag durch Herrn Heubaum - 

Autor: hladam -- 20.4.2006 1:50:48

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